Thomas M. Schallaböck MAS
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Dudey (Renaissancedudelsack)

Die exakte Herkunft des Dudelsacks liegt im Dunkeln, aber die Musikwissenschaft geht heute davon aus, dass der Dudelsack im Asiatischen, wahrscheinlich im indischen Raum entstanden ist. Ab dem Mittelalter verbreitete er sich über ganz Europa und kam dabei auch nach Schottland, wo er natürlich bis heute einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Der Dudelsack ist in unterschiedlichsten Variationen gebaut worden. Als Grundprinzip gilt aber bei fast allen folgendes: Der Bläser füllt einen Ledersack mit Atemluft und presst diese gespeicherte Luft dann in die Spielpfeife (siehe: Cornamuse) und die Bordunpfeifen, welche meist auf den Grundton und die dazu gehörende Quinte eingestimmt und während des Spiels nicht verändert werden.

Als Sonderformen muss man die sardischen Launedda nennen, welcher über eine Doppelspielpfeife verfügt und auch die irischen Uillean Pipes, bei welcher der Spieler die Möglichkeit hat, mit einem ausgeklügeltem Klappensystem die Bordune während des Spiels zu verändern.

Eine hochkultivierte Sackpfeife war die Musette im französischen Barock.

Im Konzert verwenden die Ensembles von "Alte Musik Salzburg Austria":
Dudey

 

Hörbeispiel

Dudey: Im Märzen der Bauer