Thomas M. Schallaböck MAS
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Gemshorn

Fast jede Orgel verfügt über ein Register mit dem Namen Gemshorn. Es existiert aber auch als eigenständiges Flöteninstrument. Ein Schnabel mit einem Block - wie bei der Blockflöte - wird auf die dicke Seite und nicht auf die Spitze des Horns gesetzt. So entsteht eine Gefäßflöte, die nicht überblasen werden kann, weil sie unten (an der Spitze des Horns) geschlossen ist.

Erstaunlich ist das Baumaterial: Heißt es schon „Gemshorn", so sollte es selbstredend auch aus dem Horn einer Gämse sein, es handelt sich aber um Rinderhörner. Wahrscheinlich baute man im Spätmittelalter die ersten Instrumente aus echten Gämsenhörnern, weil diese aber recht klein sind, ergab dies auch nur hoch klingende Flöten. Um größere Tiefen zu erreichen benötigte man also größere Hörner, verwendete Rinderhörner, beließ es aber beim alten Namen „Gemshorn".

 Im Konzert verwenden die Ensembles von "Alte Musik Salzburg Austria":
Altgemshorn, Tenorgemshorn

 

Hörbeispiel

Der Kuckuck und der Esel