Thomas M. Schallaböck MAS
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Ud (Arabische Laute)

Wahrscheinlich wurde die L. vor 1400 Jahren im persisch-arabischer Kulturkreis erfunden. Der Schallkörper ist bauchig, halbbirnenförmig und wurde ursprünglich aus nur einem großen Holzstück geschnitzt. So bekam die L. einen passenden arabischen Namen, „al' Ud", was so viel bedeutet wie „Stück Holz". Die Baumethode änderte sich aber dann später: Der Korpus wird seither aus Spänen zusammengesetzt. Die Decke zeigt in deren Mitte eine runde Schallöffnung (Rosette); gerne werden auch mehrere Schallöffnungen eingesetzt. An der Spitze des Schallkörpers ist der breite Hals angesetzt, der oben den abgeknickten Wirbelkasten mit den Seitenwirbeln trägt. Die arabische und auch die mittelalterliche Laute besitzen noch keine Bünde am Hals. Ab der Renaissance verwendet man im Lautenbau auch Bünde. Die Doppelsaiten werde mit einem Plektron angezupft.

Dort wo das christliche Abendland mit dem arabischen Morgenland in Kontakt kam, in Spanien und durch die Kreuzrittern im Orient, wurde die Laute in die europäische Musik übernommen; auch der arabische Name: aus „al' Ud" wurde „Laute".

Im Konzert verwenden die Ensembles von "Alte Musik Salzburg Austria":
Ud (arabische Laute)

 

Hörbeispiele

Ud: Palästinalied